Der Mischer

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Nochmal mischen!
Olivia saß, die Hände so fest um die Kaffeetasse gepreßt, daß die Knöchel weiß hervorstanden, und starrte ins Leere. Ich habe versagt! Ich habe versagt! Ich habe versagt! hämmerte es in ihrem Kopf. Sie hatte danebengestanden, als ein Mensch durch Zyankali ums Leben gekommen war, und an etwas völlig anderes gedacht, obwohl sie der einzige Mensch gewesen war, der von der fürchterlichen Gefahr wußte. Außer dem Mörder natürlich. Ihn gab es wirklich. Das war jetzt einwandfrei erwiesen, ebenso seine Methode. Nur das Opfer war durch irgendeinen Zufall das falsche. "Kind, Sie sehen ja entsetzlich aus! Sie haben gehört, was Kommissar Taylor zu berichten hatte? Ja?" Die alte Dame nahm die Karaffe und zwei Gläser von dem halbrunden Wandtisch rechts neben dem Durchgang und kam zum Eßtisch. "Ein Brandy wird uns beiden jetzt gut tun!"Olivia schaffte es mit äußerster Disziplin, ihre Haltung zu wahren und die Tasse ruhig abzusetzen. Als sie mit dem Glas in der Hand Lady Gaynesford anschaute, war sie ehrlich überrascht, wie ruhig diese dasaß. Man konnte meinen, sie habe das Frühstück überhaupt nicht unterbrochen ...

aus "Greystone Manor"
von Gerda M. Neumann (Autor)

Bereits 1958 wurde in Rostock zum Thema: ?Künstliche Nieren? geforscht, Prof. Dr. Harald Dutz gab den Anstoß dazu. Unter seiner Anleitung wurde hier die erste Dialyse 1960 angewendet. Die Dialysemaschine wurde noch aus der BRD importiert. Ziel war es jedoch, eine eigene Maschine zu entwickeln. ...

aus "Mein Leben lang nierenkrank"
von Marion Petznick (Autor)

More sah von dem Gipfel eines Baumes herab auf die Schemen der Dächer, die sich in der Mitte des Tales eng aneinander schmiegten, als wollten sie sich vor der Dunkelheit schützen. Er konnte nicht verstehen, wie es diese Menschen in einen Kessel der Berge trieb. Wollten sie nicht die Weite um sich herum spüren, nicht nach der Unendlichkeit fassen? Was lockte einen in einen Käfig aus Felsen, aus dem man sich nur mit Mühe befreien konnte, um in die große Zivilisation zu gelangen? Doch die Abgeschiedenheit mochte etwas für sich besitzen: Hier konnte er unentdeckt sein Dasein fristen, hier konnten Geheimnisse noch im Verborgenem garen ? hier konnte sein Meister seinen finsteren Trieben nachgehen. Und er ? sein Knecht ? würde jedem seiner Befehle Folge leisten müssen. Wenn er seine Seele zurück haben wollte, musste er gehorchen. Wenn er wieder in die Hülle eines Menschen schlüpfen wollte, musste er sich der Macht des Schwarzen unterwerfen. More schüttelte sich, ließ den Wind durch sein Gefieder streichen und stieß sich schließlich von seinem Aussichtsplatz ab. Kühle Luft liebkoste sein Gesicht, während er über dem Tal schwebte und einen leisen Schrei ausstieß ...

aus "Trauerflug der Ewigkeiten "
von Bianca Geurden (Autor)

Es ist so dunkel im Zimmer. Ich habe Durst. Aber jeder Schluck tut mir weh. Die kleine Britta hat sich über mich gebeugt, gibt sich solche Mühe, mir einen Schluck Wasser einzuflößen. Trotzdem stoße ich sie weg. Es tut mir Leid, ich möchte ihr sagen, dass ich es nicht so meine. Aber ich bringe kein Wort heraus. Sie verlässt traurig mein Zimmer. Ich versuche zu schlafen, aber es geht nicht. Es wird dunkel. Regenwolken ziehen auf. Ich werde hin und her geschüttelt vom Wind. Es herrscht so ein fürchterlicher Sturm heute an Deck der Hanseatic. Der Regen peitscht mir ins Gesicht, ich stemme mich dagegen, kann mich kaum an auf den Beinen halten. Das Schiff steuert in Richtung Süden. Trotz des schlechten Wetters kann ich die Sonne hinter den Wolken hervor blinzeln sehen. Bald werden wir unser Ziel erreicht haben. Die Sonne wird immer größer. Es regnet nicht mehr, das Pfeifen des Sturms hat aufgehört. Stattdessen höre ich die Kapelle spielen. Sie spielt unser Lied, Alwin, hörst du? An der schönen blauen Donau. Lass uns tanzen dazu. Nimm mich in den Arm, Alwin und führe mich, trag mich in die Sonne. Ja, es ist so schön, noch näher heran an die Sonne ...

aus "Die letzte Kreuzfahrt"
von Hans Pürstner (Autor)

Nochmal mischen!